Hybrid-Lehre, Blended Learning, Hyflex oder Multi Access? Derzeit kursieren viele Begriffe zur Umschreibung diverser Kombinationen von Präsenzehre mit Online-Lehre. Für alle, die sich schon länger mit digitalen Technologien in der Bildung befassen (wir hatten an der LMU München in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre die ersten „virtuellen Seminare“), ist das an sich nichts Neues. Neu aber ist derzeit wohl die Dimension des Ganzen: Wie man in nächster Zeit zwangsweise aufgrund der nicht enden wollenden Pandemie an unseren Hochschulen nicht nur online, sondern zumindest wieder „hybrid“ lehren und lernen kann, interessiert nicht mehr nur eine Minderheit, sondern: jede und jeden in der Hochschullehre.
Monat: Januar 2021
Historische Zäsur
Der Wissenschaftsrat (WR) hat ein neues Positionspapier (hier) mit dem Titel: „Impulse aus der COVID-19-Krise für die Weiterentwicklung des Wissenschaftssystems in Deutschland“ verfasst. Die Digitalisierung spielt im Text – was nicht verwundern dürfte – eine zentrale Rolle, was schon der erste Satz in der Pressemitteilung zum Positionspapier verrät: „Die COVID-19-Krise markiert eine historische Zäsur, deren Tiefe sich derzeit noch nicht abschätzen lässt. Sie hat Transformationsprozesse wie den digitalen Wandel beschleunigt, andere wie etwa Anstrengungen zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung verlangsamt oder zurückgeworfen“.
Hoffen auf Licht am Ende des Tunnels
Mit etwas Verzögerung möchte ich auf unseren vierten HUL Newsletter aufmerksam machen (den man übrigens auch hier abonnieren kann :-)). Ein Blick ins Archiv zeigt, dass es eine gute Entscheidung war, so ein Instrument zu implementieren, hilft es uns doch gerade jetzt im HUL-Team, uns zu vergegenwärtigen, was trotz der immensen Einschränkungen alles läuft und möglich ist. Nun hoffen wir, in 2021 weiterhin einige erfreuliche Nahrichten zu haben und zumindest im Verlauf des Sommers auch mal wieder Licht am Ende des pandemischen Tunnels zu erblicken.
Forschendes Lernen – auch in einer Pandemie (?)
Digitalisierung und forschendes Lernen – dieses Thema hat uns (am HUL) bereits in den Projekten FideS und FiDeS-Transfer beschäftigt und ist auch im laufenden Projekt SCoRe ein zentrales Thema. Trotzdem hat die Pandemie meiner Einschätzung nach noch einmal ein anderes Licht auf die Grenzen und Möglichkeiten der Nutzung digitaler Technologien bei der Gestaltung von Lehre zur Förderung forschenden Lernens geworfen. Im neuen Impact Free Artikel 34 haben Frank und ich versucht, unsere Überlegungen dazu zusammenzustellen. Der Text versteht sich als ein theoretischer Beitrag zum forschenden Lernen unter digitalen Bedingungen.
Beharrlichkeit lohnt sich (manchmal)
Wie an anderer Stelle schon angekündigt, habe ich nun meinen Reader zu Design-Based Research aktualisiert und hier hochgeladen. Wie in der Vorbemerkung des Readers festgehalten, wäre es gut, im Falle des Zitierens auf die Originalbeiträge zurückzugreifen. Mit dem Reader, der Preprints enthält, möchte ich einfach nur einen schnellen und kompakte Überblick über meine Publikationen zu DBR zur Verfügung stellen – so lässt sich auch leicht prüfen, ob sich die Suche nach dem jeweiligen Originalbeitrag lohnt :-). Gelohnt hat sich in diesem Fall immerhin die Beharrlichkeit, die dahinter steht: In 2021 dürfen wir (an der Uni Hamburg verortet) ein von der DFG gefördertes wissenschaftliches Netzwerk zu DBR starten – dazu natürlich bald mehr auch in diesem Blog.