Dass die Folgen generativer KI für Studium und Lehre öffentlich diskutiert werden, ist wichtig. Hochschulen stehen vor Fragen, die Prüfungen, Lehrformate, didaktische Konzepte, Datenschutz, akademische Integrität und nicht zuletzt das Verständnis von Hochschulbildung selbst betreffen. Befragungen können dazu beitragen, diese Fragen sichtbar zu machen und einen Überblick darüber zu geben, wie Hochschulen mit ihnen umgehen. Das Hochschulforum Digitalisierung leistet mit seinen Monitoren seit Jahren einen Beitrag dazu. Gerade weil solche Studien den Diskurs mitprägen, lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie sie angelegt sind und was sie tatsächlich zeigen können.
Der HFD-Monitor 2026 „Personalisiertes Lernen im KI-Zeitalter“ (Budde, Sommer & Lüthi, 2026) will eine solche Bestandsaufnahme sein. Bei näherem Hinsehen bestätigt er aber eher die Agenda seiner Herausgeber (HFD/CHE). Meine Kritik richtet sich nicht primär auf einzelne Items der Befragung oder auf resultierende Zahlen, sondern auf die Anlage der Studie: auf ihre normativen Vorannahmen, die Engführung der Antwortmöglichkeiten, die flexible Auslegung methodischer Standards, die Typenbildung und die einseitige Interpretation. Seitenangaben beziehen sich auf den Bericht (PDF), Fragenummern auf den Fragebogen.
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