Mit dem Zeiterleben ist das so eine Sache: Während mir die circa zehn Jahre an der Universität Augsburg (meine erste Uni-Station) ziemlich lang vorkommen sind, habe ich (nach zwei kürzeren Stationen an kleineren Universitäten) an der Universität Hamburg ein Jahrzehnt schon letztes Jahr überschritten. Und bei unserem Masterstudiengang Higher Education (MHE) (berufsbegleitend und konsekutiv) am HUL haben wir nächstes Jahr das zehnjährige Jubiläum. Komplett online ist der Studiengang seit der COVID-19-Pandemie – ein Schritt, den wir bis heute nicht bereut haben. Dass der MHE, so wie er jetzt angeboten wird, gut ankommt und seine Ziele erreicht, hat uns auch die Akkreditierung 2025 bescheinigt (hier geht es zur Liste aller akkreditierten Studiengänge an der Universität Hamburg). Aber: Ist ein solcher Studiengang – klein, persönlich, personalaufwändig – nicht irgendwie Luxus? Braucht man eine wissenschaftliche Ausbildung – forschungsnah, theoriegeleitet, reflexiv –, um die Bildungspraxis an der Hochschule zu verbessern?
Meine Antwort auf beide Fragen lautet – natürlich – ja, und ich möchte dafür (mindestens) drei Gründe angeben und ein wenig erläutern.
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