Augenmaß, Fingerspitzengefühl, Urteilskraft

Der Soziologe Hartmut Rosa hat ein neues Buch geschrieben: „Situation und Konstellation. Vom Verschwinden des Spielraums“ (erschienen im Suhrkamp Verlag). Inzwischen gibt es zahlreiche Rezensionen: von zustimmend bis zerreißend, wobei mir der zum Teil aggressive Stil mancher Kritiken besonders aufgefallen ist. Ich habe das Buch gelesen und kann mit dem Interpretationsangebot, das Rosa damit macht, viel anfangen.

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Forschendes Entwerfen – jetzt auch in englischer Sprache

2024 haben wir im Transcript Verlag das Buch zum „Forschendes Entwerfen“ veröffentlich: Reinmann, G., Herzberg, D. & Brase, A. (2024). Forschendes Entwerfen: Design-Based Research in der Hochschuldidaktik. Bielefeld: transcript.

Ein gutes Jahr später können wir nun eine englische Übersetzung anbieten. Auch die englische Fassung ist online frei zugänglich, nämlich hier über das Forschungsdatenmanagement der Universität Hamburg. Der Titel der englischen Fassung lautet: „Research through Design in Higher Education“. (Direktlink zum pdf)

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SoTL – dranbleiben!

Scholarship of Teaching and Learning (SoTL), so die gängige Darstellung, ist im deutschsprachigen Raum weit weniger verbreitet und etabliert als etwa in den USA. Auf dem Publikationsmarkt ist in den letzten Jahren allerdings ein Anstieg von Veröffentlichungen zu SoTL-Projekten ebenso wie über SoTL als eine für Hochschulen höchst interessante Art des Forschens zu verzeichnen. Nach den von Fahr et al. im Jahr 2022 herausgegebenen Band „Hochschullehre erforschen. Innovative Impulse für das Scholarship of Teaching and Learning“ ist nun – 2025 – ein weiterer SoTL-Band von Bohndick et al. erhältlich: Scholarship of Teaching and Learning und disziplinäre Forschung: Eine komplexe Beziehung.

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Ohne missionarischen Eifer

Nun ist unser Buch zum Forschenden Entwerfen seit einigen Monaten erhältlich. Uns als Autoren (das sind Alexa Brase, Dominikus Herzberg und ich) bleibt in der Regel verborgen, wer das Buch liest und was Einzelne für sich „herauslesen“ können – außer, man kommt zusammen und spricht darüber.

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Forschendes Entwerfen ausprobieren – nach der Sommerpause

Auf das Buch Forschendes Entwerfen: Design-Based Research in der Hochschuldidaktik habe ich bereits kürzlich verwiesen. Im Autorenteam haben wir uns nun darauf verständigt, ein Veranstaltungsangebot passend zum Buch zu machen. Die Ankündigung mit allen Infos findet sich hier im Blog des DBR-Netzwerkes. Damit verabschiede ich mich in die Sommerpause – bis Ende August. Ich wünsche allen ein paar erholsame Sommerwochen! Bis bald.

Wissenschaftsdidaktik – Band IV

Nun ist auch Band IV der Reihe Wissenschaftsdidaktik online zugänglich. Dieser Band ist der Wissenschaftskommunikation gewidmet, die – was die Beiträge des Sammelbandes zeigen – eine gewisse Nähe zur Wissenschaftskommunikation hat.

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Forschendes Entwerfen

2005 habe ich den ersten Artikel zu Design-Based Research veröffentlicht (ein Überblick über alle Publikationen findet sich hier im Reader, den ich auch gerade aktualisiert habe). Seitdem hat mich dieses Forschungsgenre nicht mehr losgelassen. Mit der Monografie Forschendes Entwerfen. Design-Based Research in der Hochschuldidaktik, die ich zusammen mit Dominikus Herzberg und Alexa Brase verfasst habe, bin ich vorerst da „angekommen“, wo es mich vermutlich immer schon hingezogen hat: nämlich zu einem designwissenschaftlichen Verständnis von DBR als zumindest einer möglichen Lesart.

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Ich weiß es nicht

Bedeutet die Generative KI einen epochalen Wandel für unsere Gesellschaft? Vielleicht, so könnte man die Antwort von Elena Esposito aus ihrem aktuellen Essay „Kommunikation mit unverständlichen Maschinen“ (2024) zusammenfassen. Natürlich aber ist nicht diese uneindeutige Antwort, sondern der dahinterliegende Argumentationsgang das Interessante an dem 95 Seiten umfassenden Buch, erschienen beim Residenz Verlag.

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Ein Lob auf wissenschaftliche ad hoc-Vorhaben

„Wenn Künstliche Intelligenz (KI) Texte generieren kann, was sagt das darüber, was ein Text ist? Worin unterscheiden sich von Menschen geschriebene und mittels KI generierte Texte? Welche Erwartungen, Befürchtungen und Hoffnungen hegen Wissenschaften, wenn in ihren Diskursen KI-generierte Texte rezipiert werden und Anerkennung finden, deren Urheberschaft und Originalität nicht mehr eindeutig definierbar sind? Wie verändert sich die Arbeit mit Quellen und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Kriterien wissenschaftlicher Textarbeit und das Verständnis von Wissenschaft insgesamt?“ Mit diesen und weiteren Fragen leiten Lukas Ohly und Gerhard Schreiber ihren aktuellen Sammelband mit dem Titel „KI:Text. Diskurse über KI-Textgeneratoren“ ein, der gerade im Open Access hier erschienen ist.

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Wissenschaftsdidaktik als epistemisches Schreibprojekt

Der zweite Band der Reihe Wissenschaftsdidaktik ist erschienen: Nach der Einführung (hier) beschäftigt sich Band II mit einzelnen (ausgewählten) Disziplinen (hier). Die Reihe Wissenschaftsdidaktik wird im Open Access veröffentlicht. Im Laufe des Jahres 2023 wird Band 3 (Perspektiven) erscheinen; geplant ist dann noch ein vierter Band, mit dessen Konzeption wir demnächst beginnen. Für mich ist diese Reihe eine Art Forschungsprojekt zur Wissenschaftsdidaktik, das nur dank vieler, am Thema interessierter und engagierter, Kolleginnen und ihrer epistemischen Schreibtätigkeit möglich ist und Realität wird. Diesen gilt hier mein besonderer Dank!

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