Maschinen lesen Menschen

Wenn es um generative Künstliche Intelligenz (KI) im Studium geht, steht das akademische Schreiben in der Regel im Mittelpunkt des Interesses. Weit weniger Aufmerksamkeit erfährt dagegen das Lesen, obschon auch dieses von KI auf vielfältige Weise beeinflusst wird. Ein inzwischen wohl allseits bekannter Effekt der Verfügbarkeit von KI dürfte das Abkürzen sein: Indem KI auf Knopfdruck Zusammenfassungen von Texten liefern kann, lassen sich – scheinbar – Lesezeiten beliebig verkürzen. Aber der Einfluss geht tiefer. Der Akt des Lesens selbst unterliegt einem Wandel, was zwar immer schon, also seit Beginn des Lesens in der Menschheitsgeschichte, zu beobachten ist, mit KI aber doch (auch hier) eine ganz eigene Qualität hat. In einem lesenswerten Text beschäftigt sich Birte Platow in der Ausgabe 5 von 2025 der Pädagogischen Rundschau mit diesem Thema und beleuchtet Unterschiede (und Gemeinsamkeiten) menschlichen und maschinellen Lesens sowie deren wechselseitige Beeinflussung. Der Beitrag: Platwo, B. (2025). Über künstliches Lesen, Lesekunst und die Kunst des Lesens. Pädagogische Rundschau, 5, 505-515. ist online zugänglich.

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