Bahnsteige sind geradezu ein Marktplatz für kleine, unscheinbare Ereignisse, die es manchmal (z.B. auch hier) vielleicht doch wert sind, erzählt zu werden. So auch dieses:
Es zieht am Züricher Bahnsteig – vor allem wenn trotz Frühlingsanfang ein Schneesturm tobt, den man allenfalls im Januar erwarten würde. Da steht man nicht gerne herum, sondern sucht sich schnell seinen Platz im EC nach München. Ich auch. Ich steure die nächste Tür an, vor der eine alte Dame mit einem ziemlich großen Koffer steht und suchend um sich blickt. Sie wirkt ein wenig beunruhigt und will offenbar in den Zug mit ihrem Ungetüm. „Soll ich Ihnen mit dem Koffer helfen?“, frage ich sie. „Nein, da brauchen wir einen Mann!“ Ihre Antwort kommt schnell und bestimmt. „Ach was,“, ist meine spontane Reaktion, „… da brauchen wir keinen Mann!“ Ich stelle meine Tasche zur Seite und greife nach dem Koffer. Doch die alte Dame ist alles andere als überzeugt und geht dazwischen: „Der ist schwer. Da brauchen wir einen Mann!“ Sie ist nicht davon abzubringen. Aber so schnell lasse auch ich mich nicht überzeugen. „Wenn wir immer auf die Männer warten würden … so weit kommt es noch“. Nun bin ich schneller und packe den Koffer, bevor sie einschreiten kann. Der ist in der Tat ziemlich schwer. Die erste Grifftechnik versagt. Das geht aber natürlich jetzt gar nicht, nachdem ich den Mund so voll genommen habe. Das Ding muss in den Zug. Ich packe das Monstrum anders und hieve es über die steilen Stufen in den Waggon. Ich bin erleichtert, denn es wäre mir jetzt schon schwer gefallen, auf einen Mann zu warten. Die alte Dame ist auch erleichtert und schenkt mir ein Lächeln, das entweder Be- oder Verwunderung ausdrückt. „Danke – also da haben Sie mir jetzt wirklich sehr geholfen“. Sie steigt ein und ist sichtlich zufrieden. Womit, das weiß ich natürlich nicht: damit, dass der Koffer endlich drin ist, oder damit, dass wir keinen Mann gebraucht haben.
Ich habe Post bekommen, von der Projektkoordinatorin von UniMento. Ja, ich kann mich an Flyer erinnern und einige Pressemeldungen, aber ich musste dann doch einen Blick auf die
„Hast du gewonnen?“, fragte mich mein damals sieben Jahre alter Sohn als ich 2001 von meinem Bewerbungsvortrag an der Universität Augsburg nach Hause kam. „Keine Ahnung …“ – wie ein Sieger habe ich mich jedenfalls nicht gefühlt – wer tut das schon nach diesem Prozedere? Und lange bleibt man dann im Ungewissen, wer auf dem Treppchen steht. Das lief auf der diesjährigen
Na, das ist doch was: Vor allem kann man jetzt auch mal zeigen, dass es sich lohnt, über längere Zeit an einer Sache zu bleiben. 2004 war die Situation in unserem Studiengang so, dass wir immer weniger Freiwillige für Projekte gefunden haben, die nicht zwingend in die Lehre eingebunden waren. Es entstand die auch jetzt noch gültige Kernidee des Begleitstudiums mit dem Fokus auf Problemlösen (in Form von drei Bausteine: praktisches, soziales und wissenschaftliches Problemlösen) sowie der Gedanke, einen Teil des geleisteten Engagements als „Workload“ im Fachstudium anzuerkennen. Es war dann ab 2007 eine extrem große Hilfe, dass wir über DFG-Gelder im Rahmen eines größeren Projekts der Universität Augsburg (
Inzwischen haben wir eine gute 
Dass auch Studierende eine Tagung organisieren können, haben die Teilnehmer/innen einer Veranstaltung von