Ronald Barnett und Kelsey Inouye haben einen interessanten Text zum Schreiben verfasst und bereits Ende 2024 veröffentlicht. Ich bin erst jetzt darauf gestoßen und denke, dass der Beitrag im Kontext von Schreiben und KI von Bedeutung ist, auch wenn dem KI-Thema nur an wenigen Stellen Aufmerksamkeit geschenkt wird. Unter dem Titel „Seven Pains of Writing: The Discomforts of Academic Becoming in a Judgmental Age“ setzen sich die Autoren mit dem Phänomen auseinander, dass akademisches Schreiben einer Person viel abverlangt: Schreibende müssen sich im Wissenschaftskontext mit sich selbst auseinandersetzen, sich öffentlich zeigen, Komplexität aushalten, authentisch bleiben, sich dem Urteil anderer aussetzen und schließlich die Kontrolle über ihren Text an die Leserschaft oder Fachgemeinschaft abgeben. Wer sich dem aber bewusst stellt, so Barnett und Inouye, könne daran wachsen und seine Identität weiterentwickeln.
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