Bitte so, wie man es kennt

Seit Anfang 2015 laufen im Hintergrund bereits die Vorarbeiten für eine neue wissenschaftliche Zeitschrift, die sich auf Design-Based Research in den Bildungswissenschaften spezialisiert: Educational Design Research (EDeR), die zweimal im Jahr erscheinen soll, deutsche und englische Beiträge umfasst und online sowie im Open Access-Format publiziert (hier ein Überblick über die Beteiligten).

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Schnauze voll von der Modulherrschaft

Bereits am 18. März hat das Bundesverfassungsgericht eine Pressemitteilung (hier) verfasst, die – wie nicht anders zu erwarten – viele Kommentare ausgelöst hat. Wörtlich heißt es da im ersten Abschnitt: „Die Regelungen über die Akkreditierung von Studiengängen des Landes Nordrhein-Westfalen, wonach Studiengänge durch Agenturen „nach den geltenden Regelungen“ akkreditiert werden müssen, sind mit dem Grundgesetz (Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 3 GG) unvereinbar. Dies hat der Erste Senat mit heute veröffentlichtem Beschluss in einem Verfahren der konkreten Normenkontrolle auf Vorlage des Verwaltungsgerichts Arnsberg entschieden. Das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit steht zwar Vorgaben zur Qualitätssicherung von Studienangeboten grundsätzlich nicht entgegen. Wesentliche Entscheidungen zur Akkreditierung von Studiengängen darf der Gesetzgeber jedoch nicht anderen Akteuren überlassen. Der Landesgesetzgeber hat verfassungskonforme Regelungen mit Wirkung spätestens vom 1. Januar 2018 an zu treffen.“

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Praxis des Vernunftgebrauchs

Forschungsorientierung in der Studieneingangsphase (FideS) ist das Thema unseres Forschungsprojekts im Rahmen des Programms Begleitforschung zum Qualitätspakt Lehre. Eine unserer Fragen im Rahmen dieses Projekts dreht sich um das Verständnis und die Ausprägung der Forschungsorientierung in der Lehre in Abhängigkeit von verschiedenen Disziplinen. Um hier ein Stück weiter zu kommen, haben wir unter dem Titel „Forschendes Lernen und Wissenschaftsdisziplinen“ am Dienstag einen Expertenworkshop mit rund 30 Personen veranstaltet, die in verschiedenen Rollen mit dem Thema beschäftigt sind: als Lehrende, als Koordinatoren oder Mitarbeiter im Qualitätspakt Lehre, als Forschende. Wir sind mit vielen Fragen und Interessen in den Workshop gegangen:

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Hochschuldidaktische Doppelung

Zum vierten Mal haben wir uns am vergangenen Freitag zum hochschuldidaktischen Forschungskolloquium getroffen. Zu Gast war meine ehemalige Mitarbeiterin und (nach wie vor) Doktorandin Silvia Hartung. Ihre Arbeit folgt dem Design-Based Research-Ansatz (DBR) und lieferte daher ein anschauliches Beispiel für bildungswissenschaftliche Entwicklungsforschung. Hier sind ein paar Infos zum letzten Termin zusammengestellt. Im zweiten Teil des Kolloquiums haben wir darüber diskutiert, ob DBR auch ein geeigneter Forschungsansatz sein kann, wenn es darum geht, die an einer Forschungs-, Lehr- und Beratungseinrichtung wie dem HUL anfallenden Konzepte, Kontexte und „Daten“ zu nutzen, um eigene Gestaltungstätigkeiten zu verbessern und zu neuen Erkenntnissen zu gelangen.

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Wer eine Lounge hat …

Eine große Küche, Espressomaschinen, Sessel und moderne Präsentationsgeräte mit Blick über Hamburg-Harburg im obersten Stockwerk des Hauptgebäudes der TU Hamburg-Harburg – das ist die TU & YOU Lounge, in der gestern auch die didaktische Professorenlounge stattfand. Rund drei Stunden lang treffen sich hier in regelmäßigen Abständen Professoren zur Diskussion hochschuldidaktischer Themen. Im kleinen Kreis – so die eigene Darstellung – arbeiten und diskutieren die Teilnehmer entlang der eigenen Lehre zu aktuellen hochschuldidaktischen Themen. Ausgerichtet wird die Reihe von Prof. Dr. Sönke Knutzen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) an der TU.

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Von der Meinungsvielfalt zum kohärenten Konzept

Unter dem Stichwort „Pädagogische Hochschulentwicklung“ ist kürzlich (Dezember 2015) ein Band von Taiga Brahm, Tobias Jenert und Dieter Euler herausgegeben worden. Die Beiträge des Bandes beschäftigen sich mit Fragen der Gestaltung von Lehrveranstaltungen ebenso wie mit Fragen der Studiengang- bzw. Programmentwicklung und der Implementierung von Programmen in der Organisation Hochschule. Es wird schnell deutlich, dass hier der Versuch gemacht wird, ein enges hochschuldidaktisches Verständnis zu weiten und dies mit dem Begriff der Hochschulentwicklung zu verknüpfen, was letztlich an ältere, ebenso umfassende, Auffassungen von Hochschuldidaktik erinnert (siehe dazu hier).

Im Augenblick ist für mich vor allem der Teil des Buches interessant, der als „Ebene der Studienprogramme“ umschrieben ist. Der Grund dafür ist, dass wir seit September 2015 intensiv an einer Weiterentwicklung des postgradualen und berufsbegleitenden „Master of Higher Education“ arbeiten. Dazu zunächst ein paar Infos zum besseren Verständnis.

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Über den Tellerrand schauen

Die UN-Dekade für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) ist 2015 zu Ende gegangen (Infos z.B. hier). Ich gebe es zu: Besonders viel habe ich davon nicht mitbekommen. Als ich im Juni 2015 an die Uni Hamburg kam, war der Begriff dann plötzlich – in meinem neuen Umfeld – allgegenwärtig, und zwar in einer solchen Breite, dass ich ihn immer weniger verstanden habe. Kurz vor Weihnachten ging dann auch noch die Anfrage ein, ob ich mich am Fachforum Hochschule beteiligen möchte – einem von mehreren Fachforen, die das BMBF als inhaltliche Unterstützung ihrer neuen „Nationalen Plattform BNE“ ins Leben gerufen hat. Die Nationale Plattform ist wiederum im Zusammenhang mit einem fünfjährigen Weltaktionsprogramm zu sehen, das an die UN-Dekade BNE anknüpft. Ich habe zugesagt – wenn auch zunächst mit einer gewissen Skepsis, denn: An sich bin ich zu ungeduldig für derartige politische Aktionen. Tendenziell ist mir das zu viel „Meta“, zu viel Hierarchie und Prozess der Form halber. Warum also die Zusage?

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Was hat er gleich gesagt?

Ende November – das heißt in Hamburg: Zeit für die Campus Innovation, die vielen, die sich mit Lehrens, Lernens und Verwalten mit digitalen Medien beschäftigen, auch außerhalb Hamburgs ein Begriff sein dürfte. Letztes Jahr war ich als externe Rednerin geladen (siehe hier), heute durfte ich als „Interne“ einen Track im Rahmen des Konferenztags „Studium und Lehre“ moderieren. Morgen folgt der zweite Tage (siehe hier)

Nach diversen Grußworten wurde zu Beginn ein weit gereister Gast als erster Keynote-Sprecher begrüßt: Johannes Heinlein, Vizepräsident für strategische Partnerschaften und Mitglied des Vorstands, edX. Sein Thema: „Die Digitalisierung der Hochschulbildung – Globale Trends, Herausforderungen & Chancen (für das deutsche Hochschulsystem?)“.

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Wohltuende Erinnerung

Morgen findet bereits zum dritten Mal unser Forschungskolloquium zur Hochschuldidaktik statt, über das ich an anderer Stelle (hier) im Sommer schon mal kurz berichtet hatte. Inzwischen haben wir zum Kolloquium auch einen Blog, auf dem man Abstracts zu den Beiträgen findet, die behandelt werden, aber auch Referentensteckbriefe (die nach den Sitzungen eingestellt werden) und Infos zu Konzept und Terminen. Ich bin froh, dass wir mit dem Kolloquium trotz der ewigen Zeitnot im September gestartet sind. Neben den vielen verwaltungstechnischen und sonstigen Terminen mit weitgehend organisatorischen Inhalten erinnern mich solche Veranstaltungen wohltuend daran, dass ich als Professorin an einer Universität tätig bin ;-).

Mundtot

Fünf ganze Tage ohne Blog – und das unfreiwillig – also quasi mundtot. Es gab Server-Probleme, die leider zu einem längeren Ausfall geführt haben. Vielen Dank für die zahlreichen Hinweise, dass mein Blog nicht (mehr) verfügbar ist. Früher abstellen ließ sich das leider trotzdem nicht. Aber jetzt läuft wieder alles. Mir hat dieser Ausfall mal wieder gezeigt: Ich möchte auf das Bloggen nicht mehr verzichten und kann mich auch nach nunmehr fast zehn Jahren (Beginn war Februar 2006) nicht in die allgemeine Klage  einreihen, dass man als Wissenschaftler keine Zeit dafür habe. Ich nehme sie mir einfach :-).