Mittwochs habe ich meine Einführungsvorlesung für Erstsemester: Morgen sind Kontexte der Mediendidaktik dran, wobei ich auf Schule, Hochschule, Weiterbildung und informelle Bereiche eingehe, in denen man digitale Medien mit verschiedenen Ziele didaktisch einsetzen kann. Beim Thema Hochschule habe ich lange nach aktuellen (repräsentativen) Studien gesucht, welche die Nutzung der digitalen Medien an der Hochschule beleuchten, und musste feststellen, dass die letzte größere Studie 4 Jahre alt ist. Nun weisen der Bildungsserver Blog und auch schon Joachim darauf hin, dass die HIS GmbH (zusammen mit dem Multimedia Kontor Hamburg) eine neue Studie zum „Studieren im Web 2.0“ vorgelegt hat. Das ist gut; schlecht ist, dass ich meine Folien noch schnell ändern muss ;-).
Die Ergebnisse sind sehr interessant, wenn auch die Detailauswertungen etwa nach Geschlecht, nach Hochschulart und Studienfach ein bisschen mühsam zu lesen sind und leider auch nicht interpretiert werden – was natürlich spannend wäre, denn wie diese Ergebnisse nun zu lesen sind, was sie bedeuten, worauf sie hinweisen, das sind für mich die eigenlich wichtigen Fragen. Auf den ersten Blick sind die Resultate eher wenig spektakulär, wenn man sie mit kleineren Erhebungen, Evaluationen an einzelnen Hochschulen sowie eigenen Erfahrungen vergleicht: Dass es mit der partizipatorischen Grundidee des Web 2.0 im Studienalltag nicht weit her ist, das lässt sich mit einigen Ergebnissen dieser neuen Studie nun erneut – diesmal eben repräsentativ – belegen. Ich bin mir sicher, dass es da durchaus Zusammenhänge mit der von mir schon des Öfteren angesprochenen verqueren Umsetzung der Bologna-Reform gibt, wozu sich übrigens auch Michael Kerres gerade wieder zu Wort gemeldet hat.
Auch die zweite Auflage von
Auf den Seiten der
„Klicken und Lernen. Bildung im Wandel“ – unter diesem nicht gerade glücklich gewählten Motto (wer ist wohl auf das „Klicken“ gekommen?) stand der 
Vielleicht sollte man eine Datenbank eröffnen mit gescheiterten Anträgen? Aber das hätte womöglich nur eine Art Friedhofscharakter. Dann vielleicht ein Portal mit „low budget-Projekten“, bei denen man potenziellen Förderern zeigt, was man schon geleistet hat, statt nur zu versprechen, was man mit Geld alles leisten könnte? Das wäre vielleicht konstruktiver. Und das könnten wir dann mit dem Titel belegen: „Wer glaubt an uns (und unser Institut) und fördert unsere Arbeit und Ziele?“ Wenigstens glauben die Amerikaner an Obama – und das ist freilich wichtiger – jetzt ohne jede Ironie! 🙂