Gabi Reinmann

Hochschuldidaktik

Online-Vorlesung bei e-teaching.org

So, jetzt habe ich die erste „Online-Vorlesung“ bei e-teaching.org hinter mir – eine Vorlesung also, bei der man quasi mit seinem Rechner spricht ;-). Was dabei herauskommt, kann man hier anhören – ich hoffe, man kann einigermaßen was damit anfangen. Die Folien (hier nochmal zum Anschauen: Vortrag_eteaching_Dez07.ppt) sind an einigen wenigen Stellen etwas zerschossen, aber ansonsten hat es auch mit der Präsentation gut geklappt. Thema war das Assessment – eigentlich zu komplex für 30 bis 40 Minuten, und folglich konnte es nur darum gehen, einige Denkanstöße zu geben. In den nächsten Tagen gibt es die Möglichkeit, sich im Forum zu beteiligen und Fragen zu stellen – ich werde versuchen, sie am Di, Do und Sa so gut es geht zu beantworten. Viele Inhalte, die ich angesprochen habe, kann man auch in einem Arbeitsbericht nachlesen (hier).

6 Kommentare

  1. Hmm, habs mir angeguckt… 5 Minuten, dann hatte ich genug. Nicht wegen dem Inhalt, aber wegen dem CLOSED CONTENT.

    Adobe-Mega-Monster-Teuer-Proprietary-
    And-Non-Stearable-But-Totally-Hip-
    And-Prestigious-Solution? Nein Danke!

    Liebe Gabi, es gibt „Slideshare“, es gibt „Podcast“, es gibt „Videopodcast“, es gibt „Skypecast“, und dann noch das „Blog“…

    …warum kommt nix davon zum Einsatz in einer Vorlesung die sich mit „Web 2.0“ beschäftigt? Tut mir leid, nach 5 Minuten wollte ich in den Folien weiter vor blättern, ging nicht, also hab ich das Fenster zugemacht. Schade, aber ich habe einfach wenig Zeit und wenn eine Lösung mich so bevormundet, dann lasse ich es eben.

    Inhaltlich kann ich daher leider keine Stellung beziehen.

    Grüße aus Bremen,
    Helge

  2. Hallo Helge,

    ich finde, e-teaching.org macht qualitativ eine sehr gute Arbeit und deswegen habe ich mich bereit erklärt mitzumachen – und akzeptiere dann natürlich die technischen Rahmenbedingungen. Die Folien hab ich jetzt auch nochmal online gestellt. Ich halte eine Ko-Existenz von „reinen“ Web 2.0-Anwendnungen und redaktionell betreuten Web-Seiten für in Ordnung. Gerne aber hole nach solchen Hinweisen nach, was man halt machen kann (siehe Folien). Web 2.0 habe ich allerdings in meinem Vortrag etwas in den Hintergrund gedrängt, weil ich meine, dass wir erst das zugrundeliegende Problem (Assessment) richtig erfassen müssen.

    Gabi

  3. Hallo Helge,

    Frau Reinmann ist von uns (e-teaching.org) zu der Ringvorlesung eingeladen worden und folglich wurde unsere Infrastruktur verwendet. Daher würde ich gerne auf Deinen Kommentar reagieren, da ich die Technik ausgesucht habe.

    Für die gewählte Veranstaltungsform, nämlich ein Live-Cast mit der Möglichkeit jedes Teilnehmers direkt im Chatfenster Fragen zu stellen, ist mir keine bessere Lösung bekannt. Die von Dir genannten Anwendungen bieten alle andere Merkmale und würden daher zu anderen Veranstaltungsszenarien führen. Wir haben uns aber überlegt, welche Veranstaltungen wir anbieten möchten und haben danach das Werkzeug gewählt.

    Slideshare zum Beispiel, das übrigens genau wie ein Skypecast auch proprietär ist, ist eine tolle Web 2.0 Anwendung, um seine Folien mit anderen zu teilen. Es ist ein schlechtes Werkzeug wenn es darum geht einen Live-Vortrag zu halten und animierte Folien einzusetzen (hier übrigens noch einmal ein dickes Lob an Frau Reinmann für die dynamische Foliengestaltung!). Ein Live-Vortrag ist gar nicht möglich und die nachträgliche Vertonung ist längst nicht so komfortabel wie bei anderen Werkzeugen (z.B. Articulate Presenter). Diese mögen zwar Geld kosten, nach spätestens zwei, drei Präsentationen hat sich die Anschaffung aber amortisiert aufgrund der eingesparten Arbeitszeit. Werkzeuge sollten zunächst nach ihrem Leistungsumfang beurteilt werden und erst danach nach ihrem Preis.

    Nun ja, Adobe Connect ist in der Tat recht teuer und daher kann ich auch versichern, dass wir uns intensiv nach Alternativen umgeschaut haben. Es gibt keine, außer man geht Kompromisse ein. Die Übertragung ist schnell und auf den Clients sind minimale Voraussetzungen zu erfüllen, so dass eben gerade der Zugang für möglichst viele Teilnehmer gewährt ist. Es gibt zwar ein paar Java-Alternativen (auch kommerziell), aber wenn dann bei der Hälfte der interessierten E-Teacher die Übertragung nicht funktioniert…(und diese Kritik kommt aus der Feder eines überzeugten Java-Entwicklers). Eine weitere tolle Funktion ist das Aufzeichnen des Vortrags und in der konservierten Fassung kann man sehr schön zu jeder beliebigen Stelle im Vortrag navigieren.

    Also mir geht es hier nicht darum, die von uns eingesetzte Technik zu verteidigen (was deren Stärken – und Schwächen – angeht bin ich mir bewusst). Aber ich muss doch sehr dafür plädieren, dass Werkzeuge und die damit zu erledigenden Aufgaben zueinander passen müssen. Ein Podcast ist kein Videocast ist kein Skypecast ist kein Webcast. Ein Vortrag ist keine Foliensammlung ist keine Gesprächsrunde usw…

    Und noch mal die Bitte, das Kommerzialisierungs-Argument auszuklammern. Denn auf der Anbieterseite sind alle großen Web 2.0 Plattformen kommerziell. Ob YouTube (ein Millarden-Deal), Skype oder SecondLife. Und PowerPoint? Gibt’s ja auch nicht für lau.

    Grüße aus der Tübinger Technikstube,
    Christian

  4. Zustimung zur Arbeit von e-teaching.org, offenbar könnte e-teaching.org aber noch eine mächtige Dosis 2.0 vertragen, zumindest wenn sie Pionier sein möchten, wenn nicht, dann ist es wohl so okay. Jede andere Organisation, die da vorne mitmischen will, würde sich wohl eine Stabsstelle eines „2.0“ Enablers in der Hierarchie zulegen.

    Habe jetzt in die Folien reingeguckt (auch wenn ich dafür PPT starten mußte) und das hat mir gefallen. Ich meine das knüpft ja nahtlos an an die Probleme/Diskussionen mit Noten/Bewertungen usw. an, das finde ziemlich gut! Es ist allerdings aus meiner Sicht nicht primär ein Problem von Web 2.0, ich beziehe mich auf Folgendes:

    „Web 2.0 habe ich allerdings in meinem Vortrag etwas in den Hintergrund gedrängt, weil ich meine, dass wir erst das zugrundeliegende Problem (Assessment) richtig erfassen müssen.“

    Es ist ein Problem der Institution Schule/Universität/Unternehmen, wenn man unzureichende Instrumente zu Leistungsmessung hat. Das kann man 2.0 nicht in die Schuhe schieben.

    Lese mir das nochmal mit Muße durch dann schreibe ich vielleicht noch einen Kommentar.

    Gruß,
    Helge

    BTW: Ich mache in diesem Semester auch wieder zwei Lehrveranstaltungen zu „2.0“ mit Blogs und Podcast und gestern ist der erste Podcast fertig geworden. Das Ergebnis sieht man hier (Kommentare erwünscht!):

    http://ltm2008.wordpress.com/

  5. @chriskohls: Autsch, ich bin auch nur ein User und kein Entwickler: Ich habe die Anmerkungen/Rechtfertigungen zur Kenntnis genommen… und ich habe nichts zu korrigieren oder zu ergänzen, außer, dass auch e-teaching.org sich wohl der „Abstimmung der User mit den Füßen“ nicht wird entziehen können.

    Das Argument „Geht nicht, gibts nicht.“ bitte ich doch dann fairer Weise ebenalls auszuklammern:

    […]dass wir uns intensiv nach Alternativen umgeschaut haben. Es gibt keine, außer man geht Kompromisse ein[…]

    Gruß, Helge

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