Das hatten wir doch schon

„Change: Digital Readiness“, so lautete das Motto der diesjährigen Campus Innovation – einer jährlichen Veranstaltung, die zusammen mit dem Konferenztag Studium und Lehre und der Jahrestagung Universitätskolleg der Universität Hamburg veranstaltet wird. Im letzten Blog-Post (hier) habe ich meinen Vortrag online zugänglich gemacht – noch ohne weitere Kommentare zur Tagung, die ich zu rund zwei Drittel besuchen konnte. Ich will jetzt keine Inhaltsangabe zur Veranstaltung machen, zumal da das Multimedia Kontor im Nachgang vermutlich wieder so Einiges verfügbar machen wird. Die Veranstaltung war gut besucht und natürlich war es für mich (da ich nun schon länger auf keiner der mir vertrauten Tagungen mehr war) wirklich schön, mal wieder ein paar bekannte Gesichter zu sehen und hier und da einen kleinen Austausch zu haben. Außerdem fahre ich immer gern nach Hamburg …

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24. November 2014 von Gabi.Reinmann
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Tue das, wofür du Gründe hast

Es ist nun schon ein paar Jahre her, dass ich das letzte Mal auf der Campus Innovation war. Genauer muss es heißen: Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung von Campus Innovation, Konferenztag Studium und Lehre und Jahrestagung des Universitätskollegs der Universität Hamburg. Nun ist es 2014 endlich mal wieder so weit gewesen und es ist natürlich schon eine Ehre, wenn man da gleich den Eröffnungsvortrag (hier das Programm) machen darf. Die Tagung ist gerade im vollen Gange und ich werde im Nachgang auf jeden Fall noch eine Reflexion dazu schreiben. Im Moment möchte ich nur rasch mein Redemanuskript zum (Nach-)Lesen zur Verfügung stellen. Der Titel meines Vortrags (hier das Abstract) lautete: “Spielarten des Sollens: Die Rolle der Forschung für die Entwicklung der Hochschullehre mit digitalen Medien”.

Vortrag_Hamburg_Nov2014

20. November 2014 von Gabi.Reinmann
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(Zu) Späte Selbsterkenntnis?

Über den GMW-Blog (hier) bin ich auf die Ankündigung einer Veranstaltung zum „Self-Assessment“ an der Universität Kassel (hier) gestoßen. Ich weise nicht darauf hin, weil ich plane hinzufahren (was zeitlich leider nicht geht), sondern weil das einer von doch mehreren Hinweisen auf das Thema „Self-Assessment“ im letzten Jahr ist. Ich habe mich damit noch nicht näher beschäftigt – müsste ich aber mal, denn: Es gehört auf jeden Fall in den Themenkreis „Assessment“: diagnostisches, formatives und summatives Assessment (einen knappen Überblick dazu gibt e-teaching.org hier).

Self-Assessment wird häufig als diagnostisches Instrument vor dem Studium oder in der Studieneingangsphase eingesetzt, kann aber natürlich auch als formatives Assessment-Instrument verwendet werden. Am häufigsten stolpert man aktuell allerdings darüber, wenn es um die Diagnose VOR dem Studium geht (siehe z.B. hier und hier). Und genau das macht mich etwas skeptisch.

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16. November 2014 von Gabi.Reinmann
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Mäßige Qualität nahe am Mainstream

Gleich zwei universitätseigene Hochschuldidaktik-Journale beschäftigen sich aktuell mit dem forschenden Lernen, aber auch mit dem forschenden Lehren! „Forschend lehren“ kann aber sehr Unterschiedliches bedeuten und das wird auch in zwei Beiträgen deutlich, die in diesen Journalen zu finden sind. Während der Beitrag von Spinath, Seifried und Eckert im Journal Hochschuldidaktik der TU Dortmund (hier) mit „forschendem Lehren“ vor allem das Konzept „Scholarship of Teaching and Learning“ tangiert und damit ein Beforschen der eigenen Lehre meint, beschreiben Keding und Scharlau in den „Greifswalder Beiträgen zur Hochschullehre“ (hier) ein ganz anderes Konzept: Sie erläutern die Möglichkeit, wie Lehrende ihre (noch unabgeschlossene) Forschung mit in die Lehre bringen und umgekehrt aus der Lehre wieder etwas in die Forschung zurückfließen lassen können. Der Text stellt konkret vor, wie das gehen kann und welche ersten Erfahrungen damit gemacht worden sind.

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12. November 2014 von Gabi.Reinmann
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Zündstoff

Kürzlich kam ich in die Situation, dass ich mich zum Thema „Genderkompetenz in der Hochschullehre“ äußern sollte. Zugegeben: Das ist nicht das Thema, das ich bisher intensiv verfolge. Umso lehrreicher war, dass ich mich damit mal ein wenig genauer auseinandergesetzt habe. Hängen geblieben sind bei mir durchaus einige Punkte: vor allem die implizite Reproduktion von Geschlechterstereotypen, auch wenn man sich einredet, dass einem das selber nicht passiert; zudem die Risiken von Gendermaßnahmen, die Geschlechterdifferenzen ungewollt zementieren können. Eingefallen sind mir außerdem wieder einige Szenen aus dem Lehrbetrieb an der Universität der Bundeswehr München: Hier spielen Geschlechterdifferenzen eine besonders auffällige und komplizierte Rolle, da Studentinnen gleichzeitig Soldatinnen sind und sich somit in einem nach wie vor wenig „frauentypischen“ Bereich aufhalten. Im Nachhinein ist mir jetzt klar geworden, wie oft ich eigentlich in Situationen war, die mich überfordert haben.

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08. November 2014 von Gabi.Reinmann
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Nicht wie Freibier

Über e-teaching.org (hier) bin ich auf die Broschüre „Offene Bildungsressourcen (OER) in der Praxis”, herausgegeben von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) aufmerksam geworden, die nun in der 2. Auflage erschienen ist.

Jeder, der sich über „Open Educational Resources“ (OER) informieren will, ist mit diesem Text als Einstieg aus meiner Sicht gut beraten: Man findet eine Definition, der Nutzen für Schule und Hochschule wird diskutiert und es werden praktische Tipps dazu gegeben, wie OER produziert wird, wie man sich daran selbst beteiligen kann, wie OER zu lizensieren ist, wie man OER findet und was man bei der Nutzung beachten muss etc. Außerdem gibt es kurze Statements aus der Praxis.

Es fehlt – Gott sei Dank – auch nicht der Hinweis, dass „frei“ bzw. „free“  vor allem heißt, dass etwas frei von rechtlichen Beschränkungen ist (und damit auch lizenzfrei), aber nicht zwingend frei von Kosten und letztlich sogar besonders kostenaufwändig bei der Erstellung. Oder zum leichteren Merken: „Frei wie Meinungsfreiheit, nicht wie Freibier“ (S. 14)

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01. November 2014 von Gabi.Reinmann
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Ringen um präzise Begriffe

Forschendes Lernen – klar, machen wir doch jetzt alle, oder? Oder ist es doch eher ein forschungsbasiertes oder ein forschungsorientiertes Lernen oder „nur“ eine forschungsorientierte Lehre? Ludwig Huber hat aus meiner Sicht völlig Recht, wenn er dafür plädiert, sich über die „Begriffe und Unterscheidungen im Feld forschungsnahen Lehrens und Lernens“ zu verständigen. In seinem neuen Artikel in der Zeitschrift Hochschulforschung (erfreulicherweise online hier abzurufen), will er zur Begriffsklärung beitragen. Vorneweg: Der Beitrag ist lesenswert und allen zu empfehlen, die sich mit der Verbindung von Forschen, Lehren und Lernen beschäftigen.

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27. Oktober 2014 von Gabi.Reinmann
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Was will ich eigentlich sagen?

Meine Publikationsdichte ist in den vergangenen 14 Monaten ja nicht so sonderlich hoch – wofür es natürlich Gründe gibt, auch wenn ich die in diesem Blog leider nicht genauer darlegen kann. Umso mehr freue ich mich, wenn doch der eine oder andere Beitrag entsteht – z.B. anlässlich eines Vortrags oder weil man angefragt wurde, sich an einem Buch, Themenheft o.ä. zu beteiligen . Und angefragt wurden wir (Sandra Hofhues und Mandy Schiefner-Rohs haben bereits berichtet) von Olaf Zawacki-Richter von der Universität Oldenburg, uns bei den “Teaching Trends 2014″ zu beteiligen – und zwar in der Veranstaltung und am Buch. Sandra hat uns in Oldenburg auf der Tagung gut vertreten. Der Band selbst ist bereits online, nämlich hier. Und unseren Beitrag alleine kann man hier lesen. Weitere inhaltliche Ausführungen spare ich mir hier jetzt: Das haben Sandra und Mandy schon ausführlich getan.

Den Aufsatz zu dritt zu schreiben, hat Spaß gemacht, auch wenn es in der Regel anstrengender ist als etwas alleine zu schreiben. Beim gemeinsamen Schreiben kommt es meiner Erfahrung nach sehr darauf an, ob und wie gut die Autoren/innen harmonieren, Kompromisse eingehen können und es schaffen, Konsens in den Kernbotschaften des Textes herzustellen. Letzteres vermisse ich immer wieder mal in Texten, die ich aus der Hand lege und mich frage: Was genau nehme ich jetzt mit? Umgekehrt muss man sich genau das eben auch bei der Planung und Umsetzung eines Textes immer wieder fragen: Was will ich eigentlich sagen? Das klingt trivial, ist es aber nicht – selbst für Vielschreiber (oder vielleicht gerade für Vielschreiber) nicht.

20. Oktober 2014 von Gabi.Reinmann
Kategorien: geschrieben | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

Es hat keiner mehr Zeit …

In Berlin habe ich kürzlich nicht nur einen Vortrag gehalten (siehe hier), sondern auch eine nette Begegnung gehabt – mit einem älteren Herrn. Ich setze mich neben ihn, weil es voll ist im Cafe beim Einkaufszentrum, das gerade auf meinem Weg in Richtung Veranstaltungsort liegt und mir noch einen Cappuccino ermöglicht. Er sitzt an seinem Kaffee, schaut mich an, scheint kurz zu prüfen, ob er mich ansprechen kann, und sagt: “Vier Monate war ich jetzt weg – auf dem Boot”. Mein Gegenüber ist auf jeden Fall über 70, sieht nicht nach Seemann oder so aus (außerdem sind wir in Berlin), sodass mich das neugierig macht: “Auf dem Boot? Wo waren Sie denn damit?” – “Die Flüsse entlang, mit meiner Frau – wir waren an vielen Orten. Das machen wir jedes Jahr seit wir in Rente sind. Aber jetzt sind wir wieder da – in Berlin. Jetzt wird es Winter und wieder langweilig”. “Dann nutzen Sie doch den Winter, um von Ihrer Reise zu erzählen”, meine ich. “Nee”, kommt die Antwort ziemlich rasch, “das interessiert ja keinen; und nach uns macht das auch keiner mehr – meine Kinder auch nicht – die haben ja alle keine Zeit. Die arbeiten nur noch …”. “Stimmt”, gebe ich ihm Recht, “die Arbeit gibt den Lebenstakt vor. Aber Sie können das jetzt!” Mein Gesprächspartner nickt, wirkt aber nicht zufrieden: “Ja, aber wie lange noch? Ich bin jetzt 75!” – “Na ja, so lange Sie können, oder?” Er stimmt mir zu und verabschiedet sich: “Jetzt gehts an Boot-Reparieren; mit dem könnten noch viele fahren, aber es hat ja keiner Zeit.” Da sagt er was, und ich frage mich in dem Moment, ob das wirklich so sein müsste ….

16. Oktober 2014 von Gabi.Reinmann
Kategorien: geschehen | Schlagwörter: | 1 Kommentar

Dem Unsinn ein Ende machen

Mit dem Deutschen Philologenverband hatte ich bisher nichts zu tun. Nun aber bin ich zu einer Tagung des wissenschaftlichen Beirats dieses Verbands eingeladen und es geht um Prüfungen. Der Titel der zweitägigen Veranstaltung (am 10. und 11.10.2014) in Berlin ist: “Leistungsstandards und Leistungsbewertung am Gymnasium und an der Universität”. Der Blick auf die Unis ist der Grund, warum auf dieser Veranstaltung auch hochschuldidaktische Impulse gefragt sind. Weil ich schon seit längerem fest davon überzeugt bin, dass Prüfungen ein zentrales Thema gerade auch für Fragen des Lehrens und Lernens an Universitäten sind, habe ich die Anfrage gerne angenommen.

Die Veranstaltung ist in vier Blöcke gegliedert: Block 1 beschäftigt sich mit der “Passung von Leistungsstandards und Leistungsbewertung an Gymnasien und Universitäten”. Block 2 ist den “Herausforderungen und Konsequenzen der Orientierung an Kompetenzen und Leistungsstandards für die Prüfungspraxis an Gymnasien und Universitäten gewidmet”. Hier ist auch mein Beitrag (20 min Impulsvortrag) eingeordnet. Block 3 ist umschrieben mit “Stärken und Schwächen traditioneller und veränderter, erweiterter Prüfungsformate mit Bezug auf kompetenz- und standardorientierter Leistungsbewertung an Gymnasien und Universitäten”. An sich hätte ich zu diesem Thema mehr sagen können, aber ich habe es als Herausforderung genommen, mir nochmals grundsätzlichere Gedanken zu den Konsequenzen der sog. Kompetenzorientierung zu machen. Block 4 schließlich beschäftigt sich mit der Notengebung: “Note sehr gut – aber im Bezug worauf? Notwendige Umorientierung in der Notengebung an Gymnasien und Universitäten?”

An der Stelle kann ich eine Textfassung (also kein Vortragsmanuskript) des Beitrags verfügbar machen, da dieser bereits parallel entstanden ist. Und wer den Titel des Blogposts verstehen will, müsste jetzt den Text lesen ;-)

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10. Oktober 2014 von Gabi.Reinmann
Kategorien: geschrieben, gesprochen | Schlagwörter: , , | Schreibe einen Kommentar

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