Kommen wir zur Tabelle …

Wissenschaft heute …. ist vor allem „spannend“ – fast so spannend wie die Bundesliga. Jedenfalls liest es sich so. Beispielhaft sei auf Wiardas Kommentar (hier) verwiesen, der „die Auszeichnung von 57 der noch 88 im Rennen befindlichen Projektanträge … als Exzellenzcluster“ zusammenfasst und in einer Form erläutert, die mich irgendwie schon ganz eindringlich an die Sportschau erinnert ….

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Frei denken

Es gibt ja schon einen Grund, warum ich zwei Jahre an der Zeppelin Universität war (2013 bis 2015): Das vierjährige Bachelorstudium, ein interdisziplinärer und vor allem forschender Studieneinstieg (und einjährige Masterprogramme) hatten mein Interesse geweckt; meine Hoffnung damals war, dass ich dort – quasi am Modell – lernen kann, wie sich Universitäten generell kreativer den jeweils neuen Herausforderungen in der Lehre stellen könnten. Jetzt macht André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, in einem Interview (siehe hier) genau diesen Vorschlag.

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Flucht aus der Verantwortung

Was für ein treffender Artikel! Er ist zwar nicht über die Hochschulen, sondern über die Wirtschaft geschrieben, aber wer ihn als Angehöriger einer Hochschule liest, weiß: Man braucht da nur „Unternehmen“ und „Wirtschaft“ durch „Hochschulen“ und „Wissenschaft (oder auch „Bildung“ zu ersetzen und die Treffsicherheit ist immer noch ganz enorm. Worum geht es? Es geht um Bürokratie, aber auch um deren Ursachen – vor allem um die grassierende „Vollkasko-Mentalität“, zu der potenziell jeder beiträgt, der sich gegen alles und jedes absichern will. Der Kommentar – hier online zugänglich – stammt von Marc Tribelhorn, Redakteur bei der Neuen Zürcher Zeitung. Aber von vorne:

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Einen Heidenspaß haben

In der Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) Erziehungswissenschaft Heft 56, Jg. 29|2018, findet sich ein kurzer Artikel von Christiane Thompson mit dem Titel „Umstrittene Gründe. Erziehungswissenschaftliche Beiträge zur Bildung und Kritik des Wissens der Bildungsforschung“ (S. 105-112) mit einem bemerkenswerten Einstieg, der mich zum Nachdenken gebracht hat. Ich möchte zunächst diesen Einstieg wörtlich zitieren:

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Nicht schon wieder

Am 24. August 2018 berichtete der Journalist Jan-Martin Wiarda (hier) von einem aktuellen Vorstoß des neue Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Peter-André Alt, der sich – so der Titel und Aufhänger Wiardas, zum dauerhaften Wettbewerb in der Hochschullehre bekenne und zum Ziel habe, sich mit der HRK als Deutsche Lehrgemeinschaft zu bewerben .

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Schönen Sommer noch!

Im August ist meine Jahrespause – verstanden als Pause von Terminen, vom mitunter wahnsinnigen E-Mail-Verkehr und von all dem, wenig mit Wissenschaft verbundenen, Alltagskram an einer Universität von heute. Wer hier schon längere Zeit immer mal wieder vorbeischaut, weiß, dass ich auch den Blog im August regelmäßig „zumache“. Nun haben wir den August noch nicht ganz erreicht, aber die Blog-Pause beginnt dennoch: Ein bisschen zu viele ungeplante und insgesamt schlecht planbare Ereignisse, die Forschung, Lehre und die sogenannte akademische Selbstverwaltung (bzw. Verwaltung des Zentrums) betreffen, fordern mich aktuell etwas mehr heraus als üblich und da kann – ausnahmsweise – eine mal sechswöchige Blog-Pause ggf. nicht schaden (man denke an die klassischen sechs Wochen Sommerferien ;-)). Falls es jemandem angesichts der (an)laufenden Sommerzeit langweilig werden sollte, habe ich aber noch ein paar Empfehlungen für die kommenden Wochen:

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Ein Glücksfall

Wie liest man einen wissenschaftlichen Text im Rahmen eines Studiums – vor allem zu Studienbeginn, wenn vieles neu ist? Die Studierenden in unserem Master Higher Education (MHE) verfügen in der Regel alle bereits über mehr als einen Bachelor-Abschluss. Mitunter sind sie schon promoviert, einige auch habilitiert oder (wenige) gar selbst Professoren. Trotzdem ist – sonst würde man dieses Fach nicht studieren – vieles neu, denn die Teilnehmer des MHE kommen aus höchst unterschiedlichen Disziplinen. Daher ist die Frage berechtigt, wie man denn einen bildungswissenschaftlichen Text liest, zumal, wenn er von dem abweicht, was man aus der eigenen Fachdisziplin her kennt (Art der Texterstellung, resultierende Form des Textes etc.)

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Nicht über jedes Stöckchen springen

Nun ist sie also da – in ihrer Unumgänglichkeit: die DSGVO. Viele Buttons habe ich seither bei der digitalen Arbeit angeklickt, damit ich eine Webseite weiter nutzen kann – und nein, natürlich habe ich nicht jedes Mal gelesen, was mir da „verordnet verständlich“ in langen Texten mitgeteilt wird. Was ich im letzten Monat also so alles (im Detail) bestätigt bzw. wozu ich so alles zugestimmt habe, das weiß ich nicht. Mir war an sich wohler, als ich noch nicht so viele Zustimmungen ins Blaue hinein tätigen musste – so viel zur „gefühlten“ Daten- und Internetsicherheit.

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Gute Absichten im Konflikt

Die schwedischen Wissenschaftler Martin Erikson und Malgorzata Erikson befassen sich in einem aktuellen Artikel mit dem Titel „Learning outcomes and critical thinking – good intentions in conflict“ (online vollständig zugänglich hier) mit den oft übersehenen Konsequenzen einer dominanten Orientierung an Learning Outcomes (und damit zusammenhängend an Lehr-/Lernzieltaxonomien) vor allem im Zusammenhang mit komplexen Bildungszielen wie kritisches Denken.

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Fragen an das Fach selbst

Schon angekündigt – nämlich hier –, aber aktuell noch nicht erschienen, ist ein neuer Beitrag in der Zeitschrift Das Hochschulwesen von Ludwig Huber mit dem Titel „SoTL weiterdenken! Zur Situation und Entwicklung des Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) an deutschen Hochschulen“. Ich bin in der glücklichen Lage, das Manuskript zu kennen, weshalb ich die Lektüre schon vor dem Erscheinen ausdrücklich empfehlen kann.

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