Im Urlaub habe ich mir mal – fern allen Antragsstresses (immerhin sind wir inzwischen in EINEM Projekt in der zweiten Runde …) – Gedanken zu einem meiner Lieblingsthemen gemacht, nämlich zu der Frage, wie eine optimale Bildungsforschung aussehen könnte. Ich habe ja schon öfter mal über den Ansatz der Design-Based-Research (siehe hier) und – etwas weiter ausgeholt – über Möglichkeiten der Entwicklungsforschung (siehe hier) nachgedacht. Und auch der gemeinsame Herausgeberband mit Joachim Kahlert (hier) geht in diese Richtung.
Nun habe ich die Möglichkeit, 2009 in einem Band von Gerd Jüttemann und Wolfgang Mack mit dem Arbeitstitel „Konkrete Psychologie. Die Gestaltung der Handlungswelt“ einen Beitrag zu möglichen Wegen der Erkenntnis in den Bildungswissenschaften zu schreiben. Und zu diesem Beitrag habe ich mir nun erste Gedanken gemacht – auf der Insel Borkum ohne jede Literatur und ohne Internet. 🙂 Ich möchte meine auf sieben Seiten passenden Grundgedanken online stellen mit dem Hinweis, dass für den Buchbeitrag selbstverständlich noch eine Aufarbeitung und Einarbeitung der bestehenden dazu relevanten LIteratur erfolgt (dies ist also KEIN fertiger Beitrag!). Wenn man sich aber auf einem Gebiet zumindest ansatzweise auskennt, kann es – so meine Erfahrung – ganz hilfreich sein, erst einmal den „Zitaten- und Autorenballast“ abzuwerfen und selbst zu denken, um dann in einem zweiten Schritt die eigenen Argumente im Vergleich mit Ideen und Vorschlägen anderer zu prüfen und weiterzuentwickeln. Ich freue mich über Rückmeldungen und Kommentare inhaltlicher Art. Hier nun der Text: bildungsforschung zu einem meiner „Urlaubsergebnissen“.
Web 2.0-Anwendungen sind auch in der Wirtschaft auf dem Vormarsch – so jedenfalls legen es die Ergebnisse der zweiten-Umfrage von The McKinsey Quarterly, durchgeführt im Juni 2008 mit insgesamt 1.988 Führungskräften weltweit. Im Vergleich zur Vorjahresstudie (an der sich mehr Personen beteiligt haben), sind Zuwachsraten bei Investitionen in Web 2.0-Anwendungen zu verzeichnen – wobei es natürlich sein kann, dass sich Vertreter von Web 2.0-affinen Organisationen schlicht mehr an der Befragungen beteiligt haben. Überhaupt finden sich leider kaum methodische Hinweise z.B. zur Akquise der befragten Zielgruppe. Aus den Abbildungen zu Ergebnissen lassen sich aber immerhin die gestallten Fragen weitgehend erahnen. Interessant finde ich zum eine, dass Wissensmanagement zu den wichtigsten internen Funktionen gehört, wenn Web 2.0-Annendungen zum Einsatz kommen. Die häufig formulierte These, Web 2.0 hätte dem in die Jahre gekommenen Wissensmanagement wieder auf die Beine geholfen, scheint also durchaus auch empirischen Rückenwind zu erhalten. Zum anderen fiel mir der Befund auf, dass Organisationen, die sich mit ihrem Web 2.0-Einsatz zufrieden zeigen, mehr Veränderungen in Organisationsprozessen und -strukturen infolge von Web 2.0 wahrnehmen als Organisationen, die hier Enttäuschungen zu berichten haben. Dies deckt sich mit unseren (kleinen) Beobachtungen z.B. in sozialen Organisationen und Bildungsinstitutionen: Der Einsatz von Web 2.0-Anwendungen, so unsere Erfahrungen, verändern Auffassungen von Lehren und Lernen, vor allem auch von Rollen im Lehr-Lerngeschehen ebenso wie Abläufe und die dazu nötigen (auch zeitlichen) Strukturen.
Wissenschaft im Dialog
Kürzlich hat der Wissenschaftsrat wieder mal ein „Konzept zur systematischen Verbesserung der Hochschullehre“ vorgelegt (online abrufbar
Es hat diesmal lange gedauert (und es gibt Gründe dafür): Aber jetzt ist sie da, die neue Folge von „