Forschendes Entwerfen – jetzt auch in englischer Sprache

2024 haben wir im Transcript Verlag das Buch zum „Forschendes Entwerfen“ veröffentlich: Reinmann, G., Herzberg, D. & Brase, A. (2024). Forschendes Entwerfen: Design-Based Research in der Hochschuldidaktik. Bielefeld: transcript.

Ein gutes Jahr später können wir nun eine englische Übersetzung anbieten. Auch die englische Fassung ist online frei zugänglich, nämlich hier über das Forschungsdatenmanagement der Universität Hamburg. Der Titel der englischen Fassung lautet: „Research through Design in Higher Education“. (Direktlink zum pdf)

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SoTL – dranbleiben!

Scholarship of Teaching and Learning (SoTL), so die gängige Darstellung, ist im deutschsprachigen Raum weit weniger verbreitet und etabliert als etwa in den USA. Auf dem Publikationsmarkt ist in den letzten Jahren allerdings ein Anstieg von Veröffentlichungen zu SoTL-Projekten ebenso wie über SoTL als eine für Hochschulen höchst interessante Art des Forschens zu verzeichnen. Nach den von Fahr et al. im Jahr 2022 herausgegebenen Band „Hochschullehre erforschen. Innovative Impulse für das Scholarship of Teaching and Learning“ ist nun – 2025 – ein weiterer SoTL-Band von Bohndick et al. erhältlich: Scholarship of Teaching and Learning und disziplinäre Forschung: Eine komplexe Beziehung.

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So soll Lehre sein?

Die Ansprüche an Hochschullehre steigen – in ihrer Menge ebenso wie in ihrer Komplexität. Anfang des Jahres habe ich versucht, meine Beobachtungen, Einsichten aus Literatur und eigene Überlegungen, die sich schon länger angesammelt hatten, etwas zu systematisieren. Herausgekommen ist ein Text, der (trotz erster Skepsis) im Sommer 2025 dann doch in der Zeitschrift die hochschullehre veröffentlicht worden ist: Der Beitrag mit dem Titel „So soll Lehre sein? Ansprüche an Hochschullehre. Ein Essay“ ist online hier zugänglich. Wer sich erst mal kurz orientieren will sei auf das Abstract verwiesen:

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Werkstolz!?

Werkstolz – braucht man das oder ist das ein überflüssiges Gefühl? Ist Werkstolz Teil einer professionellen Identität im Wissenschaftskontext oder Ausdruck einer überholten individualistischen Haltung? Der Einstieg in die Sommerpause war verregnet und mündete in einen spontanen Dialog mit Mensch und Maschine zum Werkstolz, den ich noch im August in einem Impact Free Artikel – zusammen mit Frank Vohle – festgehalten habe. Wir freuen uns, wenn der Text (hier abrufbar) auf Interesse stößt.

Selbstverständlich mitgedacht?

Die Frage, welche Rolle das fachliche Wissen im Kontext der Hochschulbildung künftig (noch) spielen wird oder besser: spielen soll, wenn generative KI zum selbstverständlichen Bestandteil akademischen Handelns wird, treibt mich schon länger um. Meine Skepsis gegenüber einer allzu starken Begeisterung für fachübergreifend angelegte Future Skills (siehe dazu auch den Impact Free Artikel mit Marco Kalz) – oft in Verbindung mit einer Geringschätzung von Wissen – hat mit dieser Frage zu tun. Ich denke, es reicht mit Blick auf Hochschulbildung nicht, kritisches Denken zu fordern, um zu signalisieren, dass ein verantwortungsvoller Umgang mit KI selbstverständlich immer mitgedacht ist. Denn: Wie geht kritisches Denken im akademischen Handeln ohne Fachwissen? Als mich vor einigen Wochen Ullrich Dittler für einen Beitrag zu einem Sammelband zu Fragen an die Hochschuldidaktik der Zukunft kontaktiert hat, habe ich diese Gelegenheit genutzt, um meine Argumentation für fachliches Wissen auch oder gerade in Zeiten von KI systematischer auszuarbeiten. Da es natürlich eine Weile dauert, bis das Buch (in 2026) erscheinen wird, ich aber eine Diskussion zu eben diesem Thema tatsächlich auch jetzt wichtig fände, stelle ich ein Preprint zur Verfügung:


Damit verabschiede ich mich in meine sommerliche Blogpause und melde mich Anfang September 2025 wieder zurück. Ich wünsche allen, die hier ab und zu vorbeischauen, ebenfalls eine hoffentlich erholsame Auszeit im Laufe der nächsten Wochen.

Schulische Psychologiedidaktik – Impulse für die Hochschuldidaktik

Seit ein paar Wochen liegt das neue Buch „Psychologiedidaktik an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen. Ein Lehrbuch mit Unterrichtsmaterialien“, herausgegeben von Ingrid Scharlau, Elena Bender, Justine Patrzek und Christine Schreiber, auf meinem Schreibtisch. Nun habe ich es gelesen und auf Wunsch von Ingrid Scharlau eine Rezension dazu verfasst.

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KI als Spiegel des Menschen

Nähe, Vertrauen und Beziehung im Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz (KI) an Hochschulen – damit setzt sich ein Text von Denis Pijetlovic auseinander, der online hier zu finden ist. Der Autor geht davon aus, dass Menschen zunehmend Vertrautheit im Dialog mit KI entwickeln und vermutet, dass dies die Wissens- und Wissenschaftskultur ebenso wie das Lehren und Lernen herausfordert. Als Dialogmaschinen haben Dominikus Herzberg und ich im März (hier) generative KI ebenfalls bezeichnet – eine Parallele tut sich hier in jedem Fall auf. Aber das ist nicht der Grund, warum ich auf den Text verweise: Ich finde, er ist ausgesprochen denk- und diskussionsanregend.

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Lehrforschung – auch in Zeiten „knapper Zeit“

Eine neue Podcast-Episode unseres HUL-ProfCast ist seit kurzem online: In dieser 19. Episode spreche ich mit Parisa Moll-Khosrawi über Lehrforschung in der Medizindidaktik. Im Zentrum steht die Frage, was die Besonderheit von Scholarship of Teaching and Learning (SoTL) speziell in der Medizin ist. Weitere Themen, auf die wir zu sprechen kommen, sind unter anderem die Fachdidaktik der Medizin, Simulation als didaktische Methode und die Zukunft der Medizindidaktik.

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Stimmen aus der Schweiz

Gleich zwei Impact Free-Artikel sind in den letzten Wochen online gegangen, die von externen Autorinnen und Autoren kommen – alle aus der Schweiz: Christof Arn, selbständiger Hochschuldidaktiker und Ethiker in der Aus- und Weiterbildung an verschiedenen Hochschulen im deutschsprachigen Raum hat einen Beitrag mit dem Titel „Immersion, didaktisches Dreieck, Agilität – Modellierungen für lernendenzentriert- entwicklungsorientiert-agile Bildung“ verfasst (Impact Free 64). Monika Schlatter, Dominik Tschopp, Roy Fischer, Juliane Felder und Johanna Thüring von der Fachhochschule Nordwestschweiz haben den Text „Künstliche Intelligenz und Hochschullehre: der Beitrag von Communities of Practice für einen konstruktiven Umgang am Beispiel von EduAI@FHNW“ beigesteuert (Impact Free 65).