Jenseits der Anreize

Der vierte ProfCast „Wissenschaftsdidaktik im Gespräch“ am HUL ist online – abrufbar hier. Mein Gesprächspartner war Jörn Behrens, Professor für Numerische Methoden in den Geowissenschaften. Vordergründig geht es in unserem Gespräch um eine weitere Variante von Inverted (oder Flipped) Classroom. Mich persönlich noch viel mehr beeindruckt hat aber zum einen, wie Jörn Behrens seine Lehre nach den Erfahrungen in den Semestern der COVID-19-Pandemie langfristig umgestellt hat, und zum anderen, aus welchen Gründen er den damit verbundenen Mehraufwand auf sich nimmt:

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Wissenschaftlicher Diskurs über Wissenschaft und (ihre) Didaktik

Über 40 Autorinnen und Autoren haben bereits in den Bänden I bis III der Reihe Wissenschaftsdidaktik (Band III erscheint im Spätsommer) mitgewirkt: wissenschaftlich tätige Personen, die einen Beitrag zum Thema Wissenschaftsdidaktik aus höchst unterschiedlichen Perspektiven geleistet haben. Vor mehreren Monaten hatten Rüdiger Rhein und ich all diese Personen eingeladen, bei Interesse Ende Mai (2023) an einem Symposium in Hamburg teilzunehmen. Ziel war es, den wissenschaftlichen Diskurs über Wissenschaft und (ihre) Didaktik in Präsenz fortzuführen. Knapp 20 Autorinnen und Autoren sowie ein paar Interessenten für Band IV sind dem Aufruf gefolgt. In dieser Runde haben wir im Gästehaus der Universität am vergangenen Freitag meiner Einschätzung nach einen interessanten und kommunikativen Tag verbracht.

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Einblick in Gestaltungswelten

Der dritte Podcast mit einem wissenschaftsdidaktischen Gespräch (ProfCast) ist seit kurzem online – nämlich hier. Gesprächspartner war Sebastian Späth, Professor für BWL/Digitale Märkte an der Universität Hamburg. Thematisch haben wir uns über Game-Based Learning als didaktisches Prinzip in der betriebswirtschaftlichen Lehre unterhalten.

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Notwendige intuitive Entscheidungen

Die zweite Podcast-Episode am HUL ist seit ein paar Wochen online: In der Podcast-Reihe des HUL zur Wissenschaftsdidaktik mit Professorinnen und Professoren an der Universität Hamburg habe ich mit Almut Peukert gesprochen: über ihr Flipped Classroom-Konzept in der Lehre zur Genderforschung – zugänglich hier.

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Kein Projekt

E-Teaching.org hat uns (David Ziegenhagen und mich) zu unserem Lehrpfad interviewt, der eine wichtige Orientierung für die Selbstlernmaterialien am Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen bildet. Das Interview ist hier zugänglich. Wir erläutern unter anderem den Begriff und die Funktion des Lehrpfads und wie man diesen als Lehrperson nutzen kann. Aufgefallen ist uns, das quasi automatisch angenommen wurde, es handele sich bei diesem Angebot um ein Projekt – also ein zeitlich befristetes Vorhaben. Dem ist glücklicherweise nicht so: Die Arbeit an den Selbstlernmaterialien mit dem Lehrpfad als Herzstück ist eine Daueraufgabe am HUL, also personell entsprechend verankert – mit gutem Grund: Es gibt immer wieder neue Themen, das Vorhandende muss gepflegt bzw. aktualisiert werden etc. Dass man heute offenbar gar nicht mehr anders denken kann als in Projektförmigkeit, ist auffällig und aus meiner Sicht ein Problem, denn: Es hilft auch nicht, wenn man in Anträgen irgendeine Form von „Nachhaltigkeit“ verspricht, wenn die Ressourcen mit Projektende schlichtweg weg sind.

Wissenschaftsdidaktik als epistemisches Schreibprojekt

Der zweite Band der Reihe Wissenschaftsdidaktik ist erschienen: Nach der Einführung (hier) beschäftigt sich Band II mit einzelnen (ausgewählten) Disziplinen (hier). Die Reihe Wissenschaftsdidaktik wird im Open Access veröffentlicht. Im Laufe des Jahres 2023 wird Band 3 (Perspektiven) erscheinen; geplant ist dann noch ein vierter Band, mit dessen Konzeption wir demnächst beginnen. Für mich ist diese Reihe eine Art Forschungsprojekt zur Wissenschaftsdidaktik, das nur dank vieler, am Thema interessierter und engagierter, Kolleginnen und ihrer epistemischen Schreibtätigkeit möglich ist und Realität wird. Diesen gilt hier mein besonderer Dank!

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ProfCast – Wissenschaftsdidaktische Gespräche

Seit mehreren Jahren probiere ich im Rahmen eines eigenen hochschuldidaktischen Programms verschiedene Möglichkeiten aus, mit Professorinnen und Professoren (an der eigenen Universität) über die Lehre in ihrem Fach bzw. über Wissenschaftsdidaktik ins Gespräch zu kommen. Es ist ja keine neue Beobachtung und darüber hinaus völlig nachvollziehbar, dass insbesondere diese Gruppe von Lehrpersonen wenig Zeit hat, sich an hochschuldidaktischen Angeboten zu beteiligen.

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Bildungssubjekte in der Hochschule

Letzten Dienstag hatten wir – virtuell – Sandra Hofhues im Rahmen der DUTy Lecture Series (einer Vortragsreihe im Rahmen des Drittmittelprojekts DDLitLab) zu Gast. Es war der dritte Vortrag dieser Reihe im Wintersemester 2022/23 nach einem Beitrag von Jörn Loviscach (Video) und Christian Kohls (Video,  siehe auch hier). Sandras Vortrag (Video) drehte sich um „Studieren in der Digitalität“. Damit, so finde ich, hat sie eine wichtige weitere Perspektive zu „Digital University Teaching Literacy“ (das steckt hinter dem Kürzel DUTy) zu den Beiträgen von Loviscach und Kohls ergänzt.

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Gestalten oder reagieren?

Wie erzielt man für eine hochschuldidaktische Online-Veranstaltung in der eigenen Universität (also als internes Angebot) eine Anzahl teilnehmender Personen von über 200? Indem man im Titel ChatGPT ankündigt! Am Freitag haben wir, vom Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen aus, zusammen mit dem Projekt DDLitLab eine zweistündige Websession zu ChatGPT in Lehre und Prüfungen angeboten – und das Interesse war groß (zum Vergleich: zu anderen Angeboten können wir im besten Fall mal 10 oder 15 Personen erreichen). Zum Glück hatten wir das ansatzweise antizipiert und waren ein Team von sechs Personen, die aktiv in die Umsetzung der Veranstaltung eingebunden waren.

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Im letzten Drittel – Nachwuchskolloquium des DBR-Netzwerks

Ziemlich genau ein Jahr nach unserem ersten Nachwuchskolloquium im Rahmen des wissenschaftlichen Netzwerks Design-Based Research – kurz DBR-Netzwerk – (siehe hier) fand am Freitag, den 20. Januar 2023 nun das zweite statt. Im Januar 2022 waren wir aufgrund der Pandemie eher zwangsweise online gegangen, denn ursprünglich waren Präsenz-Kolloquien geplant. Unsere Erfahrungen mit der Kombination von Social Video Learning (also vorab eingestellte Präsentationsvideos mit asynchroner Kommentierung und Rekommentierung vorab; siehe dazu auch hier) und einem synchronen Kolloquiumstag waren in diesem Zusammenhang allerdings durchweg gut. Daher haben wir uns 2023 sozusagen freiwillig erneut für den Online-Modus entschieden. Wir sehen mehrere Vorzüge: Es werden Wege und Kosten gespart; auch Personen können teilnehmen, die in Präsenz und auf eigene Kosten ansonsten nicht kommen könnten; das gewählte Verfahren bringt mehr Zeit für Diskussion und potenziell mehr Diskussionstiefe mit sich. In einer abschließenden Feedback-Runde haben die Referentinnen und Referenten, die ihre DBR-Vorhaben vorgestellt und diskutiert haben, bestätigt, dass das Verfahren die genannten Vorteile mit sich bringt.

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